Eine Rezension über das Buch Leben (hoch) 2 von Christian Hesse, Klimaneutral erschienen im Gütersloher Verlagshaus.

Unfassbar langweilig und mit Sicherheit kein Ratgeber, uns dem gelingenden Leben mithilfe der Mathematik zu nähern. Ich habe das Buch in einer hiesigen Bücherei erstanden. Deshalb hier kein verifizierter Kauf, aber der Dran, Euch mitzuteilen, dass Ihr von diesem Buch besser die Finger lasst. Zumindest dann, wenn Ihr erwartet, etwas über Mathematik zu erfahren. Ich bin offensichtlich dem Kleingedruckten aufgesessen. „Wie Sie mit Mathematik …“ heißt es auf dem Cover. Impulskäufe dieser Art ärgern mich. Ich hätte stutzig werden sollen bei der Rezeptur, „Eher verbessern (…) länger leben und glücklich werden“. Nur ein weiterer Glücksratgeber? Mitnichten.

Der Autor findet Gefallen daran, sich im statistischen Milieau zu tummeln und präsentiert uns zahlreiche psychologische Erkenntnisse, die er natürlich aufgrund ihrer methodischen Berechnungen auf die Mathematik zurückführen darf. Geschrieben ist das ganz nett, wenn man sich oberflächlich mit einige Phänomenologien beschäftigen möchte. Wenn das Fernsehen ausgefallen ist an einem Sonntagnachmittag bei Tee und Gebäck, immer wieder aufschauend, um anderen Mitmenschen im gleichen Raum eine Anekdote zu präsentieren, an denen es in diesem Werk nicht mangelt. Ich bin enttäuscht.

In einem Film über Steve Hawink habe ich seinen damaligen Mentor sagen hören. Großartiger Gedanke. Jetzt entwickeln Sie die Mathematik dazu. Es ist wohl mein Fehler gewesen, mich von dem Wort Mathematik ködern zu lassen. Daher liegt auch Gewicht über die Selbsttäuschung in dieser Rezension. Ich werde mir mehr Mühe geben, Bücher zur Mathematisierung unserer Welt sorgfältiger auszuwählen.