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Digitalisierung: 3D-Druck macht Zahlenwelt im Krankenhaus greifbar

Ärzte und Manager sind euphorisch. Niemals hätten sie gedacht, dass ein gemeinsames Verständnis durch die Verknüpfung zeitgemäßer Technologie und evidenter Pädagogik erreicht werden könne.

Der Leidensdruck von Ärzten und Pflege im Streit um ein auf Zahlen basierendes Management von Krankenhäusern soll nach Vorstellung führender Verbände aus dem Umfeld Medizin-Controlling bald der Vergangenheit angehören.

Dazu will man in ersten Krankenhäusern neben den Errungenschaften der Digitalisierung auf evidente Ansätze aus der Pädagogik zurückgreifen. Ziel ist es ein Begreifen der teils abstrakten Zahlenwelt zu vereinfachen. So soll sich einerseits zwar die Kommunikation zwischen den Beteiligten hin zu einer menschlicheren Diskussionskultur verbessern. Keinesfalls ginge es darum, auf etablierte Werkzeuge wie Microsoft Excel zu verzichten. Wie man aus führenden Verbandskreisen hört, geht es um eine plausible Verknüpfung verschiedener Konzepte aus Pädagogik und Technologie. Es sei falsch, anzunehmen, der Einzug digitaler Szenarien stelle die traditionellen Herangehensweisen in Frage. Eine Digitalisierung, die auf verlässliche Infrastruktur aufsetze, mache komplexe Zusammenhänge erst richtig begreifbar.

Führende Systemhäuser und Microsoft Partner haben bereits angedeutet, das zentrale Werkzeug Microsoft Excel 2007 dafür zu überarbeiten und die Funktionsfähigkeit unter Windows XP bis 2032 zu gewährleisten.

Denkbar seien ganze Lernwelten zur wirtschaftlichen Entwicklung von Krankenhäusern, die dem Ansatz der Pädagogin Montessori folgen. Zu Ihrer Zeit prägte eine der ersten Frauen mit Doktortitel in der Medizin die Vorstellung, strukturierte Entwicklungsmaterialien in die tägliche Arbeit des sich entwickelnden Kindes zu berücksichtigen. Darin erkannte sie den Schlüssel zur Welt. Diese Idee bringt jetzt neuen Schwung in die Entwicklung von Darstellungen zum Leistungsgeschehen und zur wirtschaftlichen Situation in Krankenhäusern. Verantwortliche Ärzte und Management bilden eine Schicksalsgemeinschaft, die neu dazu lernen soll und ihre über Jahrzehnte kultivierten Kommunikationsschwierigkeiten aufgeben müssen, wenn sie am Markt bestehen wollen. Damit sollen auch die männlich geprägten Stammesrituale verschwinden.

Was kommt nach höher, schneller, weiter?

Mit 3D-Druck zu neuen Möglichkeiten

Noch vor einigen Jahren war es undenkbar, derart verschiedene Konzepte in einen Maßnahmenkatalog zu gießen. Wie angedeutet, spielt Microsoft Excel eine wichtige Rolle. Mit neuen Schnittstellen will der Softwareriese Microsoft Sorge tragen, dass die mithilfe der Tabellenkalkulation errechneten Daten direkt an eine moderne 3D-fähige Drucker- und Plotter-Infrastruktur übergeben werden können. Balkendiagramme, bei denen man bislang auf einfache DIN A4 Darstellungen in 2D angewiesen war, werden so auf ein neues Niveau gehoben. Aktuell wird schon getestet. In Pilotstudien werden bereits 3D-gedruckte Datenminiaturen in Meetings zwischen Arzt und Manager über den Tisch gezogen. Quartalszahlen einfach mal ganz erfassen und anfassen zu können, ist neu. Doch es soll weiter gehen. Schon bis 2020 versprechen die Hersteller, begehbare Visualisierungen zu erschaffen, die an eine Lösung aus Australien erinnern. Dort werden bereits ganze Häuser (vielleicht schon bald Krankenhäuser) in 3D ausgedruckt.

In Zukunft soll es Bilanz-Begehungen in Krankenhäusern geben.

Eines der größten Probleme ist derzeit noch, das für eine über Miniaturgröße hinausgehende Datenvisualisierung nötige Platzangebot zu schaffen. Zumal diese Lösungen stets trocken gehalten werden müssten, um der Datensicherheit gerecht zu werden. Vor allem um die Werte in den Modellen nicht durch Witterungseinflüsse zu verfälschen. Kleinere Installationen zum Fallgeschehen eines Krankenhauses in der Größenordnung einer Modelleisenbahn, wie sie viele Krankenhausmanager aus ihrem Keller her kennen, zeigen sich bereits vernetzt. Sie werden mithilfe von Drohnen einrichtungsübergreifend ausgetauscht.

Ärzte und Manager sind euphorisch. Niemals hätten sie gedacht, dass ein gemeinsames Verständnis durch die Verknüpfung zeitgemäßer Technologie und evidenter Pädagogik erreicht werden könne.

Sollten Sie dieser als reine Satire getarnter Inhalt irritiert haben, dann war das meine Absicht. Ich überlasse Ihnen die Bewertung. Vielleicht ergänzen Sie Ihre Überlegungen mithilfe der Kommentarfunktion. Keinesfalls war es beabsichtigt, ausgebildete Montessori Pädagogen zu kränken oder das Konzept in Frage zu stellen. Im Gegenteil. Persönlich schätze ich die zeitlose Arbeit von Maria Montessori sehr. Es ging mir lediglich darum, eine Diskussion über die Digitalisierung amüsant zu Papier zu bringen. Entschuldigung. Auf den Bildschirm. Und ich schließe mit einem Zitat von Dieter Hildebrandt.

Bildung kommt von Bildschirm. Sonst hieße es ja Buchung.

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.
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