Seit kurzem arbeite ich wieder intensiver mit einem Stift. Immer einmal in den letzten Jahren habe ich versucht, wieder mehr mit handschriftlichen Notizen zu arbeiten. Davon verspreche ich mir, kognitiv fitter zu werden werden und schreibend mein Denken zu verändern. Zeil ist es, auch längere Texte, Abhandlungen oder sogar Aufsätze handschriftlich zu verfassen.

Als erste Schreibübung habe ich eine Übung für mich entdeckt, die gleich auch meinen Wortschatz erweitern soll. Dazu schreibe ich Substantive, die aus zwei Wörtern bestehen auf und beginne das nächste Wort immer mit dem letzten Begriff des vorherigen Vorschlags. So arbeite ich mich, solange ich Lust habe, intuitiv voran. Mein Geist schlägt mir das nächste Wort vor und ich schreibe es nieder. Und so geht das eine Weile.

Zum Beispiel so: Versorgungsforschung, Forschungseinrichtung, Einrichtungs­gegenstände, Gegenstandswert, Wert­schöpfung, Schöpfungsgeschichte,…

Für längere Texte, die ich gern maschinell verarbei­ten will, stellte sich schon nach den ersten Zeilen ein Problem. Noch einmal am Computer abschreiben oder automatisch einlesen und verarbeiten lassen? Klar gibt es da Hilfe von Adobe, Evernote oder anderen, die mithilfe der Smartphone Kamera das geschriebene Wort in eine digitale Kopie verwandeln und anschlie­ßend eine Texterkennung meine Hieroglyphen in maschinellen Text überführt. Das allerdings klappt mal mehr mal weniger gut und wäre nichts anderes als ein Medienbruch. Und es ist zum Teil technisch noch sehr umständlich. Also habe ich mich nach zwei Jahren nun doch entschlossen, das ReMarkable Tablet anzuschaffen.

Tatsächlich nicht, um mir ausschließlich Notizen zu machen, sondern meine Texte – so wie diesen Blogpost handschriftlich – zu verfassen. Das Tablet wandelt auf Knopfdruck meine Handschrift in Text um und den schicke mir selbst als E-Mail. Den Text kopiere ich dann in mein bevorzugtes Schreibprogramm Ulysses. Hier kann ich ihn final überarbeiten und sende den Text z. B. gleich aus der Software in mein Blog. So entstand in den letzten Tagen ein wirklich einfacher und frei von anderen Ablenkungen gelungener Workflow. Bin gespannt, wie treu ich dieser Arbeitsweise bleibe. Gern halte ich Euch auf dem Laufenden.