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Hustentelefon: Wo ist es geblieben?

Mit steigenden Corona-Fallzahlen erinnern sich viele an das von Fraunhofer (IDMT) entwickelte Hustentelefon aus 2011.

In diesen Wochen und gerade verstärkt mit steigenden Corona-Fallzahlen erinnern sich viele an das von Fraunhofer (IDMT) entwickelte Hustentelefon, das 2011 mal für Schlagzeilen sorgte.

Die Unsicherheiten bei von einer Erkältung Geplagten erfahren während der Coronakrise eine neue Qualität. Ist es nur ein einfacher Husten, der in 3 Tagen wieder weg ist? Was denken meine Mitmenschen, wenn ich krankhaft huste; in der U-Bahn, am Arbeitsplatz oder in der Schlange vor der Kasse im Supermarkt?

In diesen Wochen und gerade verstärkt mit steigenden Corona-Fallzahlen erinnern sich einige an das von Fraunhofer (IDMT) entwickelte Hustentelefon, das 2011 mal für Schlagzeilen sorgte. Im Jahr 2013 gab es dann eine App, wie in dieser Pressemeldung zu lesen ist.

Hustentelefon erschien damals vielversprechend

Wie ein Husten klingt, kann einen ersten Hinweis darauf geben, welche Therapie zur Behandlung geeignet ist. Im Auftrag von Boehringer Ingelheim haben Wissenschaftler der Oldenburger Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT eine App entwickelt, die Hustengeräusche analysiert und eine Einschätzung gibt, ob es sich um einen trockenen Reizhusten oder einen produktiven Husten handelt. (aus der verlinkten Pressemeldung)

Heute im Jahre 2020 könnte die Technologie vielleicht weiter sein. Natürlich könnte sie keine Coronadiagnose stellen. Zu ähnlich ist der Verlauf gerade am Anfang. Covid-19 geht mit Husten, Heiserkeit und Verluste beim Geschmacks – und Geruchssinn einher. Um einen Labortest kommen die Menschen also nicht herum, falls sie den Verdacht haben, sich infiziert zu haben.

Schade in jedem Fall, dass man nicht mehr davon gehört hat, welche Gründe es gab, das Projekt Hustentelefon oder einzustellen. Die kostenfreie App war zunächst unter dem Namen Silometer Husten-Tester-App für iPhone und Android erhältlich, verschwand dann aber spurlos. Ein Review zu App auf YouTube lässt sich noch aus dem Jahre 2014 aufspüren und mindestens eine Quelle bietet die Silometer heute noch als APK für Android an. Danach verlieren sich die Spuren.

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betablogr

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.
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