Content Curating ist eine interessante Möglichkeit, die tägliche Routine des Media-Monitorings für das eigene Content-Marketing zu nutzen. Wer Inhalte aus Fremdquellen kuratiert, zeigt Sachverstand und bietet einen Überblick wichtiger Überschriften zu Themenkomplexen, die auch das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung passen.

Mithilfe von Instapaper RSS biete ich auf betablogr.de ab sofort Einblicke in meine Spurensuche im Netz nach mir nahen Themenfeldern. Das sind natürlich die verwandten Komplexe wie Healthcare Marketing, Gesundheitsbeziehungen oder Digital Health.

Ich nutze verschiedene Read-It-Later-Dienste. Auch in einer Kombination. Deshalb möchte ich Interessierten zeigen, wie es gelingt, wichtige Content-Items in das eigene Blog einzulesen, um sie mit Euren Lesern zu teilen. Es gibt verschiedene Gründe, so etwas zu tun. Zunächst erkennt der Leser, mit welchen Inhalten ich mich aktuell auseinandersetze. Dann dokumentiere ich für mich selbst, was mich zuletzt beschäftigt hat. Auf die Suchmaschinenoptimierung hat das Vorhaben auch einen Effekt. Denn ich nutze für die Veröffentlichung der Spurensuche eine Landinpage.

Wie integriere ich meine Social Bookmarks über Instapaper RSS?

Ich möchte für Interessierte eine kleine Anleitung hinterlassen, die es Euch ermöglicht, mit WordPress ein ähnliches Asset zu realisieren.

  • Ich nutze Pocket (gepocket.com) als Read-It-Later Service. Artikel, die ich dort speichere, werden mithilfe von IFTTT.com automatisch an Instapaper übergeben. Somit spiegele ich meine Bookmarks, die dann auch auf verschiedenen Endgeräte verfügbar werden. Aus dem RSS-Reader feedly heraus kann ich wichtige Artikel direkt an diese Dienste übergeben. Aber natürlich kann ich mit verfügbaren Browser-Integrationen der Dienste arbeiten, wenn ich bei meinen Recherchen über einen wichtigen Beitrag stolpere.
  • Instapaper dient dann auch der Integration auf betablogr.de. Obwohl Pocket auch eine API bietet, die von unterschiedlichen WordPress-Plugins angesteuert wird, habe ich doch festgestellt, dass ich zu abhängig wäre von den Plugin-Entwicklern für diese Spezialität. Teilweise sind die Plugins länger nicht aktualisiert worden. Die Plugins stammen mehrheitlich aus der Zeit, als Pocket auf den Markt kam und so richtig envogue war. Deshalb habe ich mich für das RSS Protokoll entschieden.
  • Was die wenigsten wissen: Instapaper bietet pro Ordner (Folder) einen RSS-Feed, der nicht aktiv angeboten wird, aber über den Seitenquelltext zugänglich ist. Ihr geht als auf die Website eines von Euch angelegten Ordners in Instapaper und lasst Euch über den Browser den Seitenquelltext anzeigen. Mit der Seitensuche (cmd+F oder Strg+F) sucht Ihr nach RSS. Ihr findet im <head>-Bereich der Seite einen <link>-Tag, der auch die RSS Adresse verweist. Keine Sorge, dass die URL nicht auf xml oder eine vergleichbare RSS-Kennungen verweist. Die Übernahme der Inhalte funktioniert mit dem folgenden Plugin gut. Wenn Ihr auf den Link im Seitenquelltext klickt, kommt ihr auf die Seite, deren URL wir vollständig in die Einstellungen des RSS-Plugins in WordPress übernehmen. Wie in diesem Beispiel.
  • Ich nutze das Plugin WP RSS Aggregator. Es erlaubt eine einfache Integration des zuvor kopierten RSS-Feeds. Sollte sich später etwas ändern, ist der Wechsel auf ein anderes RSS-Plugin möglich. Über die differenzierten Einstellungen des Plugins müsst Ihr Euch selbst klar werden. Das Plugin liest neue RSS-Items ein. Ihr könnt vielfältig festlegen, wie häufig das passiert, wie viele Items geladen werden sollen oder ob Items auch wieder gelöscht werden. Die Inhalte werden also eingelesen und erlauben so eine native Integration auf der Seite.
  • Ich nutze DIVI von elegantthemes.com, um meine Seite aufzubauen. Hier kann ich jetzt eine WordPress-Seite anlegen, um den eigentlichen RSS-Feed zu umschreiben. Denn von hier aus, wollen wir die Aufmerksamkeit der Leser, die über eine Suchmaschine gekommen sind, auch auf andere wichtige Informationen lenken. Grundsätzlich lassen sich die RSS-Feeds an vielen Stellen einer WordPress Installation einbauen. Den für Euch besten Weg, findet Ihr selbst heraus. Es geht auf jeden Fall auch mit eine Standardtemplate.

Soweit ich erkennen konnte, scheint es egal zu sein, ob ihr einen privaten oder einen öffentlichen Instapaper Account nutzt. Bei einem öffentlichen Account werden nur die Favoriten (♡) öffentlich angezeigt. Bei mir hat die RSS-Variante in beiden Fällen funktioniert. Sorge braucht man allerdings nicht zu haben. Solltet Ihr Ordner mit für Euch sensiblen Inhalten auf Instapaper nutzen, sind diese mit einer sehr komplexen ID ausgestattet. Selbst wer die errechnet (Zufallsberechnung), erfährt nicht, wem der Inhalt des Ordners gehört. Der Benutzername ist nicht Teil der Ausgabe des RSS-Feeds.

Dieser Beitrag dient vor allem der eigenen Dokumentation für die spätere Verwendung. Als Tutorial formuliert, hilft Euch der Beitrag vielleicht dabei, eine eigene Lösung zu bauen. Deshalb freue ich mich über Kommentare, ob dieser Vorschlag für Euch nützlich war. Viel Spaß beim Tüfteln.

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