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Kreativität in der Coronakrise

Das Beispiel der Schnorchelmasken zeigt, wie erfinderisch die Coronakrise macht. Es bleibt zu hoffen, dass wir den Status der Wohlfühldigitalisierung überwinden.

Für Norditalien konnten jetzt angepasste Taucherbrillen geliefert werden. Beteiligt war der Sportartikelhersteller Decathlon aus Frankreich und ein Unternehmen, das auf 3-D-Druck spezialisiert ist. Die für das Schnorcheln geeigneten Masken wurden durch entsprechende Ventile zum Betrieb an Beatmungsmaschinen umfunktioniert. Details zu dieser in Deutschland noch unberücksichtigten Meldung, finden sich beim Independent.

Vereinzelt hören wir, dass Unternehmen sich in den Dienst zur Bewältigung der Coronakrise stellen. Einerseits passiert das zum Selbstzweck, weil z.B. fehlende Aufträge aus der Automobilindustrie fehlen. Andererseits beobachte ich genugtuend, dass uns die Kreativität nicht abhanden gekommen zu sein scheint.

Leider müssen in diesem Moment auch Versäumnisse der Vergangenheit benannt werden. Wenn es gelänge, die sich international ergebende Datenlage zu erfassen, aufzubereiten und zu analysieren, würde ein tieferer Erkenntnisgewinn ermöglicht. Heute bereits könnten Maßnahmen der nicht-pharmazeutischen Intervention (NPIs) durch Verfügung stehende Szenarien der Künstlichen Intelligenz effektiv gestützt und entschieden werden. Das wäre ein wichtiger Meilenstein, um dem Gesundheitssystem den Weg in eine auf Daten gestützte Medizin und Wertschöpfung nicht nur in Zeiten der Pandemie zu ebnen. Die Zurückhaltung der letzten Dekade hinsichtlich des sich künftig abzeichnenden Paradigmas dürfte unserer Einschätzung nach in diesen Wochen enden.

Das Beispiel der Schnorchelmasken zeigt, wie erfinderisch die Coronakrise macht. Es bleibt zu hoffen, dass wir den Status der Wohlfühldigitalisierung mit der Krise hinter uns lassen und seriös an einer smarteren Versorgungslandschaft bauen.

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.
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