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Preisfindung bei Gesundheitsapps auf Rezept

Der bvitg und der Bundesverband Internetmedizin e.V. haben beschlossen, ihre Kompetenzen für die Herausforderungen als Spitzenverbände der Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen im Sinne der neuen Gesetzgebung des DVG zu bündeln.

Krankenkassen beschäftigt derzeit vor allem ein Thema. Welche Kosten verursachen Gesundheitsapps, wenn diese mit dem Digitale Versorgung Gesetz (DVG) von Ärzten verschrieben und empfohlen werden und die Krankenkassen die Nutzung dieser Apps bezahlen sollen.

Hans Unterhuber von der Siemens Betriebskrankenkasse bestätigt das. Wörtlich sagt der Vorstandsvorsitzende der größten Betriebskrankenkasse Deutschlands in einem Telefonat, das der Autor dieses Beitrags am 12.09.2019 mit ihn führte: „Das vom Gesetz eingeräumte eine Jahr bis zum Nachweis der Wirksamkeit erlaubt es, dass man ein Jahr Wunschpreise verlangen kann, die sehr wahrscheinlich nicht immer gerechtfertigt sein dürften.“

Ein angemessener Finanzierungsrahmen ergibt sich dann, wenn einerseits genügend Anreize für Hersteller geschaffen werden sich dem ersten Gesundheitsmarkt zuzuwenden und andererseits Lösungen zu einem fairen Preis garantiert werden. Deshalb wollen bvitg und der BiM zusammenarbeiten und haben beschlossen, ihre Kompetenzen für die Herausforderungen als Spitzenverbände der Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen im Sinne der neuen Gesetzgebung des DVG zu bündeln.

„Unser über Jahre aufgebautes Know-how werden wir ideal bei der Ausarbeitung des Vergütungsrahmens einbringen können“, betont Sebastian Vorberg vom Bundesverband Internetmedizin.

Gesundheitsapps bestimmen bereits den Alltag der Menschen

Von der Dokumentation des Blutzuckerspiegels bis hin zur Unterstützung bei der regelmäßigen Einnahme von Arzneimitteln – schon heute gehören Gesundheits-Apps für viele Patientinnen und Patienten zum Alltag. Ab 2020 sollen diese nun auf Grundlage des neuen „Digitale Versorgung Gesetz – DVG“ verschrieben und die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden können. Bei den hierfür anstehenden Verhandlungen für eine geregelte Vergütung und die Einrichtung einer Schiedsstelle stehen durch die Kooperation zwischen dem Bundesverband Internetmedizin (BiM) und dem Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) zwei zentrale Spitzenverbände für Anbieter von IT und digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen in Deutschland bereit.

„Gesundheits-Apps werden wie kaum ein Service zuvor den konkreten Mehrwert der Digitalisierung für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland konkret erlebbar machen“, so Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg. „Deshalb ist es für uns ein besonders großes Anliegen, dass vielversprechende, neue Innovationen möglichst unbürokratisch und schnell in die Regelversorgung gelangen können. Als Verband der führenden IT-Anbieter im Gesundheitswesen mit einzigartiger versorgungsnaher Erfahrung von bald 25 Jahren stehen wir zusammen mit dem BiM bereit, bei den anstehenden Aufgaben unsere Expertise beizutragen.“

Der BiM bringt unter anderem große Expertise und Reichweite im Bereich Gesundheits-Start-ups in die gemeinsame Positionierung ein. Sebastian Vorberg, LL.M. (Houston), Vorstandssprecher des BiM: „Wir begrüßen die aktuellen Entwicklungen und fühlen uns damit in unserer Arbeit der vergangenen Jahre bestätigt, allen voran unserem Qualitätssiegel für internetmedizinische Anwendungen.“

Das Digitale Versorgung Gesetz soll zum 01.01.2020 in Kraft treten. Die Zustimmung des Bundesrats ist erforderlich. Die erste Lesung im Bundestag ist auf den 26. Und 27.09.2019 angesetzt.

 


Der Autor dieses Beitrags und Betreiber dieser Website ist zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung als Vorstand im Bundesverband Internetmedizin e.V. aktiv.

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.
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