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Verrohung der Sprache

Noch einmal zur derzeitigen Verrohung der Sprache derer, die manche von uns gewählt haben.

Bei der derzeitigen Diskussion um unsere Asylpolitik birgt die Sprache enorme Sprengkraft, uns als Gesellschaft zu verändern. Und zwar nicht zum besten. Wir dürfen nicht vergessen, dass Sprache viele Dinge legitimieren kann, die wir mit unserem mühsam erarbeiteten Wertempfinden eigentlich nie wieder vereinbaren wollten.

Ich sehe uns als Bürger hier mehr in der Pflicht, den Politikern Einhalt zu bieten. Es gibt zu viele, die zu wenig hinhören oder wenn sie doch hinhören, rechtfertigen sie irgendwann ihr eigenes Verhalten. Das ist zu Beispiel erkennbar an der wachsenden Zahl der antisemitischen Straftaten. Es sind bereits 4 pro Tag in Deutschland. Paradox, da wir gerade über die Einwanderung von hauptsächlich Menschen mit muslimischen Wurzeln diskutieren.

Das mit der Sprache war vor 1933 auch schon so. Und vor allem in der Zeit bis 1939. Die damals in die Gesellschaft einsickernde Sprache veränderte ein ganzes Land und Deutschland wurde zum Verbrecherstaat. Wie stellen wir uns ein Deutschland 2030 vor? Humanistisch, weltoffen und tolerant. Oder finster, von Selbstzweifeln zerfressen und aggressiv?

Wir brauchen eine Gesellschaft, die diesen Zeitpunkt nicht verschläft. Bitte achtet in Eurem Umfeld auf die latenten Äußerungen, die längst Einzug gehalten haben. Bleibt aufmerksam und kritisch, aber helft dabei, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.

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betablogr

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.
Mein Zeitgeschenk an Sie oder Dich. Ein Moment Aufmerksamkeit und Meinungsaustausch für Deine Themen. Gern als erste Kontaktaufnahme.

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