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Videosprechstunde scheint der Gewinner der Pandemie

Die Zahl der Anbieter für Videosprechstunde wuchs von 20 (Mitte 2020) auf 44 zum Ende des Jahres.

Die KMA berichtet im aktuellen Heft zur steigenden Akzeptanz der Videosprechstunde in der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung. Die Videosprechstunde entwickelt sich unter der Pandemie vom Ladenhüter zur Lösung, um bis zu 70 Prozent der ausgebliebenen Arzt-Patienten-Kontakte zu kompensieren.

Die Zahl der Anbieter für Videosprechstunden wuchs von 20 (Mitte 2020) auf 44 zum Ende des Jahres.

Gute Erfahrungen auf Patientenseite trifft auf Interesse in Gesundheitseinrichtungen, den Service zukünftig anzubieten oder auszubauen. Damit steht das Erleben gegen eine anfänglich offenkundige Ablehnung der Videosprechstunde.

Der Patient scheint demnach zumindest der Auslöser für die Richtung einer logischen Entwicklung bei der Nutzung der Videosprechstunde zu sein.

Die Analyse zur Videosprechstunde von KMA orientiert sich vor allem an den Zahlen, die der Notwendigkeit der Pandemie geschuldet sind. Gekommen, um zu bleiben setzt jedoch aus meiner Sicht ein echtes Umdenken voraus. Ich habe Fragen.

  • Welche Vorbehalte müssen über die pandemische Notwendigkeit hinaus überwunden werden, damit die Videosprechstunde sich in der Regelversorgung verankert? Besteht ein echter Kulturwandel und ändert sich Mindset das Mindset dauerhaft?
  • Wie konkret wird sich mit dem neuen Wesen eines in Teilen virtuell gelebten Arzt-Patienten-Verhältnis intellektuell auseinandergesetzt? Wird die Videosprechstunde nur akzeptiert oder aktiv gestaltet, integriert und manifestiert?
  • Wer forscht in Sachen Videosprechstunde aktiv zu den soziologischen Folgen für die Gesundheitsbeziehung zwischen Patient und Arzt? Gibt es hier bereits einen Erkenntnisgewinn, der über subjektive Erfahrungen hinaus gehen?

Ich freue mich über eine rege Diskussion zum Thema Videosprechstunde. Gern auch Twitter. Hier geht es zum Tweet.

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.
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