XING mit externer Software automatisch nutzen?!

Die neue App Watcher24 nimmt XING-NutzerInnen den mühsamen Besuch einzelner Profile ab und klickt automatisiert bis zu 500 XING-Profile am Tag an. Aus meiner Sicht verstößt das gegen die AGB von XING.

Constanze Wolff führt ein Blog mit der Aufschrift Das Perfekte XING Profil und in diesem berichtete sie vor Kurzem von einem Werkzeug, mit dem man automatisch fremde XING Profile aufrufen kann. Wörtlich schreibt Constanze , …

Die neue App Watcher24 nimmt XING-NutzerInnen den mühsamen Besuch einzelner Profile ab und klickt automatisiert bis zu 500 XING-Profile am Tag an. Um die Streuverluste zu minimieren, besucht die App auf Wunsch nur Premium-Profile oder die Mitglieder ausgewählter Gruppen.

Die Funktion, die Besucher des eigenen Profils nachzuvollziehen, hat XING lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal beschert. Mittlerweile sind Plattformen wie Linkedin nachgezogen. Neben einem durch XING geordnet angebotenen Matching zwischen zwei oder mehreren Mitgliedern, ist diese Funktion wichtig, um nachzuvollziehen, bei wem man mit einem professionellen Foto und Profilangaben auf Interesse gestoßen ist. Nicht selten ergeben sich so gute Gespräche am Markt.

Verstoß gegen die AGB von XING

Ich wünschte, XING wäre so kleinlich wie ich. Seit Jahren tauchen derartige Tools immer mal wieder auf. Ein Blick in die AGB zeigt, dass der Einsatz dieser Software ein Verstoß gegen die AGB von XING wäre.

Unter Punkt 4.2 (a) „Verwendung von Mechanismen, Software oder Scripts in Verbindung mit der Nutzung der XING Websites.“

AGB von XING

In der Vergangenheit hat XING sich dahingehend großzügig gezeigt. Sanktionen blieben meist aus. Das hat Gründe. Vor allem hängt es an fehlenden Ressourcen, die zur Beweisführung nötig wären. Zwar ließe sich eine solche Nutzung softwareseitig nachweisen, da Software immer systematischer arbeitet als ein Mensch. Wir alle kennen die Aufforderung, beim Login oder vor dem Absenden eines Formulars im Netz beweisen zu müssen, dass wir Menschen sind. Doch XING hat sich offenbar entschieden, Coder-Ressourcen nicht in die Abwehr, sondern in die Entwicklung der Plattform zu investieren. In Kürze dürfen wir eine neue Startseite und eine Optimierung der Profile erwarten. Manche Mitglieder greifen heute schon darauf zu.

Problematisch wird es auch dann, wenn eine falsche Auslegung den Bann eines Mitglieds von der Plattform provoziert. Trifft es für XING wichtige und loyale Meinungsführer, muss auch kommunikativ nachgesteuert werden und es entsteht viel Aufwand. In der Vergangenheit ist so etwas schon vorgekommen und am Ende stellte sich heraus, dass günstige Praktikanten sich mit den Sperren und Verweisen herumärgern durften. Gewonnen hat dabei niemand.

Es bleibt also ein schwieriges Thema. Deshalb noch einmal die Erinnerung. Marketing-Automation ist legitim und nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Die Werbung mit mir als Person ist in Sozialen Netzwerken unvermeidlich. Zum Beispiel, wenn wir ein Kommentar schreiben oder ein einfacher Like setzen. Das wird häufig angezeigt, sollte sich aber immer auf eine menschliche Interaktion zurückführen lassen. Genau dasselbe gilt für Besuche auf einem Profil. Profilbesuche hinter denen kein echtes Interesse steckt, kann im Effekt schnell nach hinten losgehen.

Schauen Sie gern mal bei Constanze Wolff vorbei und diskutieren Sie mit Ihr „Das perfekte XING-Profil

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Die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel lässt die Gesundheitsbranche bedrohlich, unangenehm und teils überfordert aus der Stresstoleranz kippen. Deshalb findet man Frank Stratmann im Netz unter dem Pseudonym betablogr.

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